Murallas bedeutet wörtlich „Mauern“ oder „Stadtmauern“. Es ist ein starkes und bildhaftes Wort, das man nicht in jedem Lied findet.
Im Kontext dieses Liedes, das von Kampf und Überwindung handelt, symbolisieren die „fallenden Mauern“ (caen las murallas) das Überwinden von Hindernissen und Ängsten. Es steht für den Beginn eines neuen Kapitels und die Befreiung von Begrenzungen, was es zu einem sehr einprägsamen Wort macht.
Shakira, eine Künstlerin aus Kolumbien, macht aus diesem Song einen mitreißenden Aufruf zum Durchhalten. Die Bilder stammen aus einem großen Wettkampf: „Llegó el momento, caen las murallas“ [Der Moment ist gekommen, die Mauern fallen], und wer zu Boden geht, soll den Staub abschütteln und wieder antreten: „Quítate el polvo, ponte de pie y vuelves al ruedo“ [Schüttel den Staub ab, steh auf und kehr in den Ring zurück]. Der Druck ist spürbar, doch die eigene Mannschaft und die eigene Stärke stehen hinter dir. Besonders schön ist „Oye a tu Dios y no estarás solo“ [Hör auf deinen Gott, dann wirst du nicht allein sein], gefolgt von der direkten Ansage: Du bist hier, um zu glänzen, und hast alles, was du brauchst.
Der Refrain lebt weniger von einer wörtlichen Botschaft als von seinem Rufcharakter: „Tsamina mina zangalewa“ [ein rhythmischer Gesangsruf ohne eindeutige Übersetzung im Lied] und „Waka waka“ [ein mitreißender Ruf]. Dazu kommt „Porque esto es África“ [Denn dies ist Afrika]. Die Zeilen „Hay que empezar de cero / Para tocar el cielo“ [Man muss bei null anfangen, um den Himmel zu berühren] machen den Gedanken klar: Sieg und Neubeginn gehören zusammen. Am Ende wird aus dem „du“ ein gemeinsames „Wir“: „We're all África“ [Wir sind alle Afrika]. So klingt der Song wie eine Fußballhymne, die eine einzelne Person anfeuert und zugleich alle im selben Team versammelt.