Tortura bedeutet wörtlich "Folter". Es ist ein sehr starkes und dramatisches Wort, das man nicht jeden Tag in Liedern hört.
In diesem Lied verwendet Shakira es, um den extremen Schmerz und das Leid zu beschreiben, das sie durch den Verlust ihres Geliebten empfindet. Sie singt: "Ay, amor, fue una tortura perderte" (Ach, Liebe, es war eine Folter, dich zu verlieren), was die Intensität ihrer Gefühle sehr eindringlich vermittelt.
In „La Tortura“ singen Shakira aus Kolumbien und Alejandro Sanz über eine Beziehung, die nach einem Seitensprung oder einer Trennung nicht einfach wieder heil wird. Der Mann bittet um eine neue Chance: „Yo sé que no he sido un santo“ [Ich weiß, dass ich kein Heiliger war]. Er gibt seine Schuld also zu, aber die andere Person glaubt seinen Versprechen nicht mehr. Ihr Satz „Eso a otro perro con ese hueso“ [Das kannst du jemand anderem erzählen] ist ein spanisches Sprichwort: Sie lässt sich nicht noch einmal mit denselben Ausreden täuschen. Besonders direkt ist auch „No sólo de pan vive el hombre“ [Der Mensch lebt nicht vom Brot allein]. Hier bedeutet es: Liebe und Vertrauen sind genauso wichtig wie das tägliche Auskommen, und Entschuldigungen allein reichen nicht.
Die Bilder machen den Streit fast ein wenig witzig und zugleich sehr traurig. Er sagt, man könne nicht verlangen, dass der Winter einem Rosenstrauch verzeiht oder dass Ulmen Birnen tragen. Damit meint er: Manche Dinge lassen sich nicht erzwingen, und ein fehlbarer Mensch kann keine ewige Vollkommenheit versprechen. Trotzdem fleht er weiter: Von Montag bis Freitag gehöre seine Liebe ihr, nur den Samstag wolle er für sich behalten. Sie weist ihn zurück, während er verspricht, wie ein Vogel zu seinem Nest zurückzukehren. Der Titel bedeutet „Die Folter“: Für ihn ist es eine Folter, sie zu verlieren. Am Ende kippt seine Bitte in Trotz: Er habe genug geweint und werde heute nicht mehr um sie weinen. Gerade dieser Wechsel zwischen Reue, Ausrede, Sehnsucht und Abweisung macht das Lied so unterhaltsam und schmerzhaft zugleich.