Matadora bedeutet wörtlich „Killerin“ oder „Töterin“. Es ist ein starkes und provokantes Wort, das man nicht oft in Liedern hört.
Im Kontext des Liedes verwendet Karol G es, um eine Frau zu beschreiben, die extrem selbstbewusst, verführerisch und dominant ist. Sie sagt: „No me mire así, que me pongo matadora“ (Schau mich nicht so an, sonst werde ich zur Killerin), was bedeutet, dass sie durch den Blick des Mannes noch gefährlicher und unwiderstehlicher wird. Es ist ein Ausdruck ihrer Macht und Anziehungskraft.
In „MATADORA“ gibt Karol G einer selbstbewussten, sehr direkten Erzählerin das Wort. Sie ist nicht in romantischer Stimmung, sondern eindeutig erregt: „Bebé, no estoy romántica“ [Baby, ich bin nicht romantisch drauf]. Sie will keine langen Gespräche, denn „La ropa no se quita sola“ [Die Kleidung zieht sich nicht von allein aus]. Mit frechen Zeilen wie „Sin panty soy simpática“ [Ohne Höschen bin ich sympathisch] und „Yo tengo la táctica“ [Ich habe den Plan] macht sie klar, dass sie die Situation selbst steuert. „Matadora“ bedeutet hier ungefähr „umwerfend“ oder „tödlich verführerisch“, und ihr Blickkontakt bringt sie erst recht in Stimmung.
Die Handlung springt von der Disco ins Hotel: „Hay toqueteo de la disco pa’l hotel“ [Es wird von der Disco bis zum Hotel herumgetastet]. Toqueteo meint anzügliches Anfassen, perreo einen eng und sinnlich getanzten Reggaeton-Stil. Die Sprache ist voller sexueller Anspielungen, Übertreibungen und Slang. Bei „ando chillando goma en la Hayabusa“ [ich lasse auf der Hayabusa die Reifen quietschen] ist die Hayabusa ein schnelles Motorrad, während „no traje nada debajo de la blusa“ [ich trage nichts unter der Bluse] den provokanten Ton noch verstärkt. „No quiero labia ni fantasmeo“ [Ich will kein Gerede und keine Angeberei] passt dazu: keine Ausreden, keine Show, sondern direkte Lust. Der wiederholte Refrain mit „nasty“ [unanständig, schmutzig] und „fatty“ [dick, mit üppigen Kurven] klingt bewusst überdreht und ein bisschen frech. Diese Nummer ist weniger Liebeserklärung als eine laute, körperliche Partyfantasie, in der die Erzählerin die Regeln und das Tempo vorgibt.