Caprichosas bedeutet 'launisch' oder 'kapriziös'. Es beschreibt jemanden, der oft seine Meinung ändert oder schwer zufriedenzustellen ist.
Im Lied wird es verwendet, um die Frauen als anspruchsvoll darzustellen: "Son caprichosas porque no hay quién las complazca" (Sie sind kapriziös, weil es niemanden gibt, der sie zufriedenstellen kann). Es ist ein interessantes Wort, das eine bestimmte Persönlichkeitseigenschaft hervorhebt und nicht alltäglich in Liedtexten vorkommt.
In „LATINA FOREVA“ feiert KAROL G aus Kolumbien eine ausgelassene Nacht unter Freundinnen. Ein Mann drängt sie und glaubt, dass Tanzen automatisch bedeutet, sie gehöre ihm. Ihre Antwort ist klar: „Deja que fluya“ [Lass es einfach fließen] und „No creas que voy a ser tuya“ [Glaub nicht, dass ich dir gehören werde]. Sie flirtet und perreó, also tanzt eng und sinnlich zu Reggaeton, bleibt dabei aber selbstbestimmt. Besonders witzig ist ihre Ansage, dass sie heute „para el otro equipo“ spielt [für das andere Team]: Sie will den Abend mit ihren Freundinnen verbringen, nicht mit dem eifersüchtigen Mann.
Der Refrain ist eine laute Liebeserklärung an Frauen aus Lateinamerika: eine Kolumbianerin, eine Puerto-Ricanerin, eine Venezolanerin und eine „Domi’“, also eine Dominikanerin, bringen gemeinsam die Party in Gang. Die sehr direkte Zeile über „teta y nalga“ [Brüste und Po] und der Vergleich mit NASCAR-Kurven sind bewusst übertrieben und frech. „Qué chimba“ ist kolumbianischer Slang für etwa „Wie geil“ oder „Wie gut“. Wenn beim Perreo die Polizei gerufen wird, liegt das laut Lied daran, dass die „babies“ so laut feiern, dass sie bellen und miauen. Am Ende bleibt KAROL G bei „mis nenas“ [meinen Mädels] und behauptet: Für diesen besonderen Geschmack müsse man als Latina wiedergeboren werden. Viel Selbstbewusstsein, viel Hüftbewegung und ein ziemlich amüsanter Korb für jeden Mann, der zu schnell Besitzansprüche anmeldet.