Eclipses bedeutet auf Deutsch „Finsternisse“ oder „Eklipsen“ und bezeichnet das faszinierende astronomische Ereignis, bei dem ein Himmelskörper einen anderen verdeckt.
Im Lied wird das Wort metaphorisch verwendet: Die Sängerin vergleicht die zeitweise Annäherung und Trennung von Mond und Sonne mit einer komplizierten Liebesbeziehung. Dadurch bekommt das Wort eine poetische und zugleich doppelte Bedeutung.
KAROL G erzählt von einer Nacht, in der sie wieder allein ist und sich an Küsse, Zärtlichkeiten und Umarmungen erinnert. Sie füllt ihr Glas mit Tequila, um auf eine Liebe anzustoßen, die sie „me dejó en pedazos“ [mich in Stücke zerbrochen hat]. Vergessen fällt ihr schwer, deshalb schützt sie ihr Herz vor einem weiteren falschen „te quiero“ [Ich liebe dich]. Die verkürzten Formen im Spanischen, etwa „to’“ für „todos“ [alle] und „pa’“ für „para“ [um, für], machen den Text direkt und gesprächsnah.
Ihre Fragen richtet sie an den Mond: Warum tut Liebe weh, obwohl sie das eigentlich nicht sollte? Besonders schön und ein bisschen bitter ist der Vergleich mit der Mondfinsternis: Wenn der Mond und die Sonne getrennt sind, „¿por qué a veces hay eclipses?“ [warum gibt es manchmal Finsternisse?]. So fragt sie, ob auch ihre Liebe zu diesem Mann trotz der Trennung noch Schatten auf ihr Leben wirft. „Le cogí amor a las cicatrices“ [ich habe die Narben lieb gewonnen] bedeutet hier, dass sie sogar an den Verletzungen festhält, die diese Beziehung hinterlassen hat. Die Blume ist verwelkt, doch die Wurzeln sind geblieben. Am Ende bittet sie den Mond um Schutz und sagt klar: Diesen Schmerz will sie nicht noch einmal akzeptieren.