Missionaries bedeutet 'Missionare'. Es ist ein Wort, das man nicht oft in Popsongs hört und das sofort Bilder von Entdeckungsreisen, Glauben und fernen Ländern hervorruft.
Im Lied bittet der gefallene König seine treuen Anhänger, seine "Missionaries in a foreign field" zu sein. Es ist eine kraftvolle Metapher für diejenigen, die seine Botschaft oder seinen Einfluss in einer Welt verbreiten sollen, die ihm nicht mehr gehört. Dieses Wort verleiht dem Text eine epische und historische Tiefe.
Hast du dich jemals gefragt, wie es sich anfühlt, von der absoluten Macht direkt auf den harten Boden der Realität zu krachen? Genau darum geht es in Viva La Vida von der britischen Band Coldplay. Der Erzähler schaut auf seine alte Macht zurück: "I used to rule the world" (Ich beherrschte einst die Welt). Früher erhoben sich die Meere auf sein Kommando, heute fegt er allein die Straßen, die ihm einst gehörten ("Sweep the streets I used to own"). Seine Machtbasis war extrem brüchig, gebaut auf "pillars of salt and pillars of sand" (Säulen aus Salz und Säulen aus Sand).
Die Stimmung kippt komplett, als eine Revolution ausbricht: "Revolutionaries wait / For my head on a silver plate" (Revolutionäre warten auf meinen Kopf auf einem Silbertablett). Die Redewendung mit dem Silbertablett meint hier ganz direkt die Hinrichtung und die Rache des Volkes. Der gestürzte Herrscher fühlt sich nur noch wie eine Marionette an einer Schnur ("puppet on a lonely string") und fürchtet sogar das Jenseits: "I know St Peter won't call my name" (Ich weiß, Petrus wird meinen Namen nicht rufen – Petrus gilt nach biblischer Vorstellung als Wächter an der Himmelstür). Er rechnet also fest damit, nicht in den Himmel zu kommen. Ein ehrliches und dramatisches Lied über den totalen Kontrollverlust!