Ébène bedeutet wörtlich „Ebenholz“ und beschreibt eine sehr dunkle, tiefschwarze Farbe. In der Zeile „Malgré ta couleur ébène“ verwendet Gims das Wort poetisch für die dunkle Hautfarbe und verleiht der Aussage dadurch eine besonders bildhafte und einprägsame Wirkung.
In „Je me tire“ sagt Gims ohne große Erklärung: Er geht einfach weg. „Je me tire“ [Ich hau ab / Ich verschwinde] klingt umgangssprachlich und ziemlich endgültig. Er will nicht gefragt werden, warum er „parti sans motif“ [ohne Grund gegangen] ist. Dahinter steckt kein fröhlicher Ausflug: Sein Herz wird hart, und „plus rien ne m’attriste“ [nichts macht mich mehr traurig]. Um sein Lächeln zu bewahren, redet er sich ein, dass es anderen noch schlechter geht. Das Leben als Künstler erscheint hier als Preis für Bekanntheit: Interviews machen ihm Kopfschmerzen, er fühlt sich beobachtet und sagt sogar „je m’auto-déteste“ [ich hasse mich selbst]. Ganz schön direkt, fast schon unbequem.
Sein Traumziel ist ein Ort, an dem er nicht mehr unter Verdacht steht und niemand sich für sein Leben interessiert. Er möchte sogar seinen Namen ändern, „comme Cassius Clay“ [wie Cassius Clay], also wie der Boxer Muhammad Ali, der früher Cassius Clay hieß. Dort müsste er kein Mikrofon mehr nehmen und könnte einfach seine Ruhe haben. Der Spruch „on est pris pour cible“ [man nimmt uns als Ziel / man hat es auf uns abgesehen] klingt für ihn selbst etwas klischeehaft, aber er benutzt ihn trotzdem, auch „juste pour la rime“ [nur für den Reim]. Gleichzeitig bedankt er sich bei den Menschen, die „Meugui on t’aime“ [Meugui, wir lieben dich] sagen. „Meugui“ ist dabei sein Spitzname. So wird der Rückzug nicht zu einer völlig kalten Trennung: Er flieht vor Druck, Fremden und dem Gefühl, nur als Künstler oder als öffentliche Person gesehen zu werden, hält aber an der Zuneigung seiner Unterstützer fest.