Raccourci bedeutet wörtlich „Abkürzung“. Es ist ein interessantes Wort, da es im Kontext des Lebens und der persönlichen Entwicklung oft metaphorisch verwendet wird.
Im Lied singt GIMS: „L'impression qu'y a pas d'raccourci“ (Das Gefühl, dass es keine Abkürzung gibt). Er drückt damit aus, dass es im Leben oder in bestimmten Situationen keine einfachen Wege oder schnelle Lösungen gibt, sondern man den ganzen Weg gehen muss. Dies verleiht dem Wort eine tiefere, philosophische Bedeutung.
GIMS erzählt von jemandem, der nach Enttäuschungen wieder zu sich findet. Trotz der Zeit, der Zweifel und wechselnder Erfolge sagt er: „Je crois qu’tout va bien jusqu’ici“ [Ich glaube, bis hierhin ist alles in Ordnung]. Eine unentschlossene Liebe hat ihn verlassen, und es gibt für ihn „pas d’raccourci“ [keine Abkürzung]. Das Rennen ist vorbei, er kommt zur Ruhe und „j’reprends mes esprits“ [ich komme wieder zu mir]. Besonders schön ist, dass er sich selbst noch einen letzten Versuch erlaubt: Er will weiter glauben, auch wenn das Leben nicht immer nach Plan läuft.
Im zweiten Teil klingt GIMS entschlossener: „Je me relève, je n’tremble pas“ [Ich stehe wieder auf, ich zittere nicht]. Die „Schläge“, von denen er spricht, sind Rückschläge und verletzende Erfahrungen, keine wörtlichen Schläge. Er übernimmt sich manchmal, misstraut der ruhigen Oberfläche und fragt sich, ob alles ein Schicksalsschlag sein könnte. Trotzdem bleibt die Botschaft erstaunlich klar: Er lebt, sieht nach vorn und bittet die andere Person, ihm zu folgen: „Suis-moi“ [Folge mir]. Ein direktes, fast trotziges Lied über einen Neuanfang nach Liebeskummer, bei dem „Bis hierhin ist alles gut“ eher nach hart erkämpftem Optimismus klingt als nach sorgloser Freude.