Motions bedeutet wörtlich „Bewegungen“ oder „Abläufe“. Es ist ein interessantes Wort, weil es hier nicht um physische Bewegungen geht, sondern um das Gefühl, Dinge nur noch mechanisch zu tun.
Im Lied singt Rihanna: „I spent every hour just going through the motions.“ Das bedeutet, sie tut die Dinge nur noch aus Gewohnheit, ohne echte Gefühle oder Engagement. Es beschreibt einen Zustand der emotionalen Leere und Apathie, was es zu einem sehr ausdrucksstarken Wort in diesem Kontext macht.
In Rihannas „What Now“ geht es um ein Gefühl der Leere und Verwirrung, selbst wenn man eigentlich glücklich sein sollte. Sie singt davon, wie sie „ignoring this big lump in my throat“ [diesen großen Kloß in meinem Hals ignoriere] und sich fragt, was nun kommt, weil sie es einfach nicht herausfinden kann: „I just can't figure it out“. Es ist, als würde etwas sie auslachen, „Through the glass of a two-sided mirror“ [Durch das Glas eines zweiseitigen Spiegels], und sie fühlt sich allein, obwohl sie vorgibt, glücklich zu sein.
Das Lied drückt eine tiefe Isolation aus, wo sie sagt: „There's no one to call / 'Cause I'm just playing games with them all“ [Es gibt niemanden anzurufen / Weil ich nur Spiele mit ihnen allen spiele]. Sie ist emotional so erschöpft, dass sie nicht einmal mehr weinen kann: „I don't know how to cry“. Es ist ein ehrlicher Blick auf die Momente im Leben, in denen man sich verloren fühlt und nicht weiß, wohin man gehen oder was man fühlen soll, und einfach nur schreien möchte: „What now?“