Cabizbajo beschreibt jemanden, der traurig und niedergeschlagen ist, wörtlich also mit gesenktem Kopf. Im Song zeigt Bad Bunny damit, wie sehr ihn die Gedanken an seine frühere Partnerin bedrücken und wie seine Traurigkeit sogar seine Körperhaltung beeinflusst.
In „Si Veo A Tu Mamá“ spricht Bad Bunny, ein Künstler aus Puerto Rico, über eine Trennung, die er sich selbst noch nicht eingestehen kann. Er sagt: „Todavía yo te quiero“ [Ich liebe dich immer noch], aber gleich danach: „Porque ya tú no me quieres / Y sin ti me va mejor“ [Denn du liebst mich nicht mehr / Und ohne dich geht es mir besser]. Besonders witzig und zugleich ziemlich verzweifelt ist der Titel: „Y si veo a tu mamá / Yo le pregunto por ti“ [Und wenn ich deine Mutter sehe, frage ich sie nach dir]. Er will wissen, ob die Ex inzwischen jemanden hat, der sie glücklich macht. Dabei behauptet er, sie vergessen zu haben, obwohl er „te extraño“ [ich vermisse dich] sagt und ihr Foto nur auf privat gestellt, nicht gelöscht hat.
Der Song zeigt auch, wie sein Alltag nach der Trennung aus dem Takt gerät: Er verliert seinen Job, weil er ständig nach unten schaut und an sie denkt, fühlt sich allein und findet bei einer neuen Bekanntschaft keinen Platz. Wenn er traurig ist, hört er „Bad Bunny“, also seine eigene Musik. Nach einer Nacht mit Freunden nimmt er sich vor, nicht über sie zu sprechen, doch um fünf Uhr morgens will er sie trotzdem anrufen. „Arrebatado“ beschreibt hier einen benommenen oder berauschten Zustand, passend zum Trinken und zu seinen kreisenden Gedanken. Die direkte Sprache macht den Song gleichzeitig lustig, peinlich ehrlich und sehr menschlich.