Mahón ist ein regionales spanisches Wort für eine Jeans oder ein Kleidungsstück aus Denim und klingt für Lernende besonders ungewöhnlich, weil im Alltag meist vaqueros oder pantalones verwendet werden. In der Zeile „Te estoy pisando el mahón“ bedeutet es, dass er auf das Jeansbein der anderen Person tritt, während er nostalgisch an gemeinsame Zeiten zurückdenkt.
In „Como Antes“ erinnert sich Bad Bunny, ein Künstler aus Puerto Rico, an eine Beziehung, in der kleine Momente noch leicht wirkten: Er brachte sie zum Lachen, suchte ihre Nähe und ließ sie die Musik im Auto auswählen. „Nada es como antes“ [Nichts ist wie früher] wird zum einfachen, bitteren Refrain. Früher erfüllte er ihr jeden Wunsch, heute fragt er sich nur noch: „¿Dónde quedaron esos días?“ [Wo sind diese Tage geblieben?] Die Zeile über das gemeinsame Zimmer ist dabei ziemlich direkt und gehört zu seiner Erinnerung an körperliche Nähe.
Besonders witzig ist sein Versuch, die Vergangenheit zurückzuholen: Er löscht Netflix, leiht einen Film bei Blockbuster, schreibt über Messenger und MySpace und spielt Game Boy. Auch Stickeralben, Tazos, „Los Simpsons“ und Boxkämpfe bringen die verlorene Zeit nicht zurück. „El pasado no vira“ [Die Vergangenheit dreht nicht um] klingt wie eine klare Ansage: Man kann alte Spiele spielen, alte Fotos hervorholen und sich an Shakiras Lieder erinnern, aber der heutige Tag bleibt derselbe. Für Deutschlernende steckt hier viel Alltagssprache drin: „to’“ ist die verkürzte Form von „todo“ [alles], „pa’l“ bedeutet „para el“ [für den], und „perreo“ bezeichnet einen sehr körperbetonten Tanzstil zu Reggaeton.