Bellaco ist ein umgangssprachliches Wort, das 'geil' oder 'lüstern' bedeutet. Es ist ein sehr ausdrucksstarkes Wort, das man nicht in jedem Lied findet und das die Stimmung des Songs gut einfängt.
Bad Bunny verwendet es, um seine sexuelle Erregung zu beschreiben, nachdem er ein paar Drinks hatte: "Dos tragos y sabes que me pongo bellaco" (Zwei Drinks und du weißt, dass ich geil werde). Es ist ein gutes Beispiel für den informellen und direkten Sprachgebrauch in Reggaeton-Texten.
In „Moscow Mule“ beschreibt Bad Bunny, ein Künstler aus Puerto Rico, eine lockere, aber ziemlich aufgeladene Verbindung: Beide schreiben sich nur, wenn ihnen danach ist, offiziell sind sie „nada“ [nichts], aber „estamos envueltos hace rato“ [wir sind schon seit einer Weile ineinander verstrickt]. Die Frau speichert seine Nummer nicht und hat kein Profilbild bei WhatsApp, trotzdem weiß er genau, dass zwischen ihnen etwas läuft. Nach zwei Drinks wird er „bellaco“, also sexuell erregt, und lädt sie ins Zimmer ein. Besonders direkt und witzig ist sein Versprechen: „Hoy tú no vas a trabajar“ [Heute wirst du nicht arbeiten].
Der Song springt zwischen Party, Flirt und Übertreibung hin und her. „Perreo“ bezeichnet einen eng und sinnlich getanzten Reggaeton-Tanz, während „bellaqueo“ hier sexuelles Flirten meint. Er erinnert sich an ihren Tanz, der viral ging, und weiß zugleich nicht, ob er sie am nächsten Tag noch sehen wird. Dann träumt er von einem Morgen nackt an einem Strand auf Bali oder in Cancún und bestellt noch einen „Moscow Mule“, einen Cocktail mit Wodka, Ginger Beer und Limette. Das passt zur Nacht: laut, betrunken, körperlich und ohne klare Beziehung. „Tú quieres perreo, tú quieres bellaqueo“ [Du willst Perreo, du willst sexuelles Flirten] klingt am Ende fast wie ein freches gemeinsames Motto.