아른거려 (areun-georyeo) ist ein wunderschönes und ausdrucksstarkes Wort, das beschreibt, wie etwas immer wieder vor den Augen erscheint oder im Gedächtnis herumschwebt, oft in einer vagen oder flüchtigen Weise.
In diesem Lied verwendet DAY6 es, um die hartnäckige Erinnerung an das Lächeln der geliebten Person zu beschreiben: "가끔씩 내게 보여준 미소가 계속 눈앞에 아른거려" (Das Lächeln, das du mir manchmal gezeigt hast, schwebt immer wieder vor meinen Augen). Es vermittelt das Gefühl einer Sehnsucht, die nicht loslässt, und macht das Wort besonders einprägsam.
In „What Can I Do“ von DAY6 aus Südkorea steckt ein herrlich widersprüchlicher Liebeskummer: Die angesprochene Person verhält sich jedes Mal anders, hat angeblich nie Zeit und lässt den Sänger ständig rätseln. Er fragt sich sogar, was er dieser Person überhaupt bedeutet. Trotzdem läuft er ihr weiter hinterher. Der Refrain sagt es mit einer Mischung aus Selbstironie und Kapitulation: „Was soll ich machen? Ich bin schon hineingeraten.“ Das koreanische „뭐 어떡해“ bedeutet sinngemäß genau dieses „Was soll ich denn tun?“, wenn man längst weiß, dass man keine vernünftige Entscheidung mehr trifft.
Besonders schön und ein bisschen peinlich ehrlich sind die kleinen Erinnerungen: Ein gelegentliches Lächeln schwebt ihm noch vor Augen, und alte Nachrichten liest er immer wieder und muss dabei lächeln. „Du hebst mich hoch und lässt mich wieder fallen“ beschreibt bildlich, wie die andere Person ihm Hoffnung gibt und sie gleich danach wieder entzieht. Er weiß, dass er sich damit selbst zum Narren macht, nennt sich sogar „hoffnungslos“ beziehungsweise „ohne Lösung“. Aber dann kommt seine ganze Begründung: Er ist einfach gern in ihrer Nähe. Genau darin liegt der Charme des Liedes: Der Sänger erkennt jedes Warnsignal und rennt trotzdem weiter in dieselbe Richtung.