Oblio bedeutet "Vergessenheit" oder "Vergessen". Es ist ein eher poetisches und weniger alltägliches Wort, das eine tiefe und existenzielle Bedeutung trägt.
Im Lied singt Måneskin: "Ma se trovi il senso del tempo, Risalirai dal tuo oblio" (Aber wenn du den Sinn der Zeit findest, wirst du aus deiner Vergessenheit aufsteigen). Hier wird "oblio" verwendet, um einen Zustand des Verlorenseins oder der Bedeutungslosigkeit zu beschreiben, aus dem man sich befreien kann. Es verleiht dem Text eine philosophische Tiefe und macht das Wort besonders einprägsam.
In „ZITTI E BUONI“ stellt sich Måneskin gegen Leute, die über andere urteilen, ohne sie zu verstehen. Die Stimme des Songs kommt aus schmutzigen Straßen und langen Nächten: „Vestiti sporchi, fra', di fango“ [Schmutzige Klamotten, Bruder, voller Schlamm] und „Giallo di siga' fra le dita“ [Zigarettengelb zwischen den Fingern]. „Fra'“ ist eine lockere Kurzform von „fratello“, also „Bruder“, und „siga'“ bedeutet umgangssprachlich „Zigarette“. Trotz der schwierigen, „bergauf“ führenden Straße trainiert die Person weiter und glaubt daran, den Sprung zu schaffen. Dann folgt die freche Ansage „Vi conviene stare zitti e buoni“ [Ihr solltet besser still und brav sein]. Der Titel klingt dabei wie ein Befehl an alle, die sie bremsen wollen. Besonders witzig und gleichzeitig aggressiv ist das Bild von den Schauspielern, die von der Bühne verschwinden sollen, während die Sängerfigur die verschlossenen Türen endlich „mit Tritten“ öffnet.
Der Refrain dreht das Etikett „verrückt“ um: „Sono fuori di testa, ma diverso da loro“ [Ich bin verrückt, aber anders als sie]. Verrückt zu sein bedeutet hier nicht, den eigenen Weg aufzugeben, sondern sich nicht an eine seltsame Menge anzupassen. Die Zeilen über Seiten voller Schreiben, Salz und Tränen zeigen einen Weg mit Schmerz und Arbeit. Später wird die Luft knapp: „Tu portami dove sto a galla“ [Bring mich dorthin, wo ich über Wasser bleibe]. Dazu kommen Bilder von Wind, Höhe und Flügeln aus Wachs, die an einen riskanten Flug erinnern, ohne dass der Song eine feste Geschichte erzählt. Immer wieder heißt es: „Parla la gente purtroppo, parla, non sa di che cosa parla“ [Die Leute reden leider, sie wissen nicht, worüber sie reden]. Am Ende bleibt die klare Haltung: Wir sind anders als sie, und genau das wird nicht versteckt.