Masquerade bedeutet 'Maskerade' oder 'Maskenball'. Es ist ein faszinierendes Wort, das Bilder von Verkleidung, Geheimnissen und dem Verbergen der wahren Identität hervorruft.
Im Lied wird "Masquerade" metaphorisch verwendet, um die Fassade zu beschreiben, die Menschen aufrechterhalten, oder die Art und Weise, wie Probleme und Fehler ans Licht kommen. Es ist ein starkes Bild für das Verstecken von inneren Kämpfen, die schließlich enthüllt werden.
In diesem kraftvollen Pop-Rock-Track von Imagine Dragons dreht sich alles um die inneren Schattenseiten, die man vor anderen verbergen will. Der Sänger beschreibt eine Welt, in der vermeintliche Vorbilder scheitern und gierig sind: „And the saints we see / Are all made of gold“ (Und die Heiligen, die wir sehen, sind alle aus Gold gemacht). Obwohl er die andere Person beschützen möchte, sieht er das Problem tief in sich selbst verankert. Er warnt sie direkt davor, ihm zu nahe zu kommen: „Don't get too close / It's dark inside“ (Komm nicht zu nah, drinnen ist es dunkel), weil sich genau dort seine persönlichen Dämonen verstecken.
Besonders spannend ist hier die Bildsprache aus dem Theater und dem Glücksspiel. Wenn es heißt „And the cards all fold“ (Und die Karten geben alle auf / passen), nutzt der Song eine Redewendung aus dem Poker (to fold = die Karten ablegen und aufgeben), um einen Moment des totalen Scheiterns zu beschreiben. Später fällt die letzte Klappe auf der Bühne mit „The curtain's call / Is the last of all“ (Der Vorhangruf ist das Allerletzte), wo alle Sünder hervorkriechen. Trotz der düsteren Selbsterkenntnis „I am hell bound“ (Ich bin auf dem Weg zur Hölle) bleibt am Ende eine kleine Hoffnung: Er bittet sein Gegenüber um Hilfe, um diesem Zustand zu entkommen („Unless you show me how“ – Außer du zeigst mir, wie).