Frémir bedeutet „zittern“ oder „erschauern“ und beschreibt eine körperliche Reaktion auf starke Gefühle, Aufregung oder Rührung. In dem Lied heißt es, dass diese einfachen Worte jemanden „erschauern“ lassen, wodurch die Intensität der Liebe besonders poetisch zum Ausdruck kommt.
Vanessa Paradis singt hier über drei sehr einfache Wörter: „Je t’aime“ [Ich liebe dich]. Gerade weil diese Worte in Filmen und im Alltag so oft vorkommen, möchte sie ihnen für diese eine Person neues Gewicht geben: „J’ai quelques mots à te dire“ [Ich habe ein paar Worte, die ich dir sagen möchte]. Sie erinnert sich daran, diese Worte schon als Kind gesagt zu haben, manchmal ehrlich, manchmal nur zum Schein. Dadurch klingt das Liebesgeständnis nicht geschniegelt, sondern sehr menschlich.
Besonders schön ist das Bild, dass mit jedem Seufzer auch der Winter verschwinden soll: „Je voudrais que tout soupir disparaisse dans ce vent“ [Ich möchte, dass jeder Seufzer in diesem Wind verschwindet]. Um „Je t’aime“ wirklich zu sagen, müsse man aus seiner alten Haut wiedergeboren werden und vergessen, wer man für frühere, zitternde Liebesgeschichten war. Am Ende gibt sie die Worte nicht länger nur als bekannte Redewendung weiter, sondern als etwas Körperliches und Persönliches: „C’est mon cœur, c’est mon sang“ [Das ist mein Herz, das ist mein Blut].