Parrandero bezeichnet jemanden, der leidenschaftlich gern ausgeht, feiert und durch die Nächte zieht. Das Wort ist umgangssprachlich und farbenfroh, daher begegnet es Deutschsprachigen nicht in jedem spanischen Lied.
Im Song sagt der Sänger, dass er durch die Beziehung zum parrandero und mujeriego geworden ist. Gemeint ist also, dass er sich nach der Trennung in einen feierfreudigen, sorglosen Lebemann verwandelt hat.
In „Me Convertí“ mischt der mexikanische Sänger Peso Pluma das typische Corrido-Tumbado-Gefühl mit einer ziemlich direkten Abrechnung nach einer Trennung. Am Anfang klingt noch alles nach reinem Kitsch: Er erinnert sich an seine Ex wie an einen Engel mit rotem Mund („Como un ángel, llegó por mi desde el cielo / Ángel bello“ [Wie ein Engel kam sie für mich vom Himmel / Schöner Engel]). Er vermisst ihre Küsse, stellt dann aber trocken fest, dass es ihm ohne sie eigentlich viel besser geht: „De veras que te extraño aquí / Pero ahora estoy mejor sin ti“ (Ich vermisse dich hier wirklich / Aber jetzt geht es mir besser ohne dich).
Statt Trübsal zu blasen, wirft er ihr an den Kopf, wozu diese Beziehung ihn gemacht hat: „Parrandero, mujeriego / Me convertí por estar pa' ti“ (Partylöwe, Frauenheld / Dazu wurde ich, um für dich da zu sein). Das Wort parrandero kommt von parranda (der ausschweifenden Party oder Sauftour). Er behauptet ganz frech, er habe ihr damals alles geboten: „Feria y amor pa' ser feliz“ (Geld und Liebe, um glücklich zu sein). In Mexiko steht der Slang-Begriff feria umgangssprachlich für Kleingeld oder Kohle. Wenn er dann mit seinem typischen Ausruf „Pura doble P“ seine eigene Marke feiert, weiß man sofort: Dieser Typ leidet nicht leise im Kämmerlein, sondern lenkt sich mit Luxus, Partys und reichlich Trotz ab.