Closure bedeutet so viel wie "Abschluss" oder "Beendigung", meist im emotionalen Sinn: das Gefühl, ein schwieriges Kapitel endlich hinter sich lassen zu können. Interessant ist, dass das Wort im Englischen fast wie ein fester Begriff aus der Therapiesprache klingt.
In diesem Lied lehnt Taylor Swift genau diese Idee ab: Sie braucht keinen Abschluss von ihrem Ex, um mit der Trennung klarzukommen. Sie singt "I don't need your closure" ("Ich brauche deinen Abschluss nicht") und macht damit klar, dass sie ihren Frieden auch ohne seine Erklärung gefunden hat.
In „Closure“ singt Taylor Swift über den Erhalt eines Briefes von einem Ex-Partner, lange nach einer schmerzhaften Trennung. Sie bestätigt den Empfang und betont, dass es ihr besser geht: „Yes, I got your letter / Yes, I'm doing better“. Trotzdem tut die Erinnerung an den Namen der Person immer noch weh. Der Kern des Liedes ist eine starke Zurückweisung. Die Sängerin braucht den „Abschluss“ (closure), den ihr Ex anbietet, nicht, denn für sie ist die Sache bereits erledigt: „I know that it's over / I don't need your closure“.
Swift wehrt sich dagegen, wie eine „Situation, die geklärt werden muss“ („some situation that needs to be handled“) behandelt zu werden. Stattdessen akzeptiert sie ihre eigenen Gefühle, sei es Groll, Tränen oder die Abende mit Bier und Kerzen. Sie durchschaut den Versuch des Ex, die Wogen zu glätten und Freunde zu bleiben, als egoistischen Akt, um das eigene Gewissen zu beruhigen: „Staying friends would iron it out so nice / Guilty, guilty“. Für sie ist diese Geste unecht und unnötig, denn sie hat ihren eigenen Weg gefunden, mit dem tiefen Schmerz der Vergangenheit umzugehen.