Naufragare bedeutet wörtlich „Schiffbruch erleiden“ oder „stranden“. Es ist ein sehr bildhaftes und dramatisches Verb, das man nicht alltäglich in Liedern hört.
Im Liedtext wird es metaphorisch verwendet, um das Gefühl des Verlorenseins oder des Sich-Hingebens zu beschreiben, wenn es heißt: „Parli di mare, di naufragare“ (Du sprichst vom Meer, vom Schiffbruch erleiden). Es verleiht dem Ausdruck eine poetische Tiefe und macht das Wort besonders einprägsam.
In „Poesia“ beschreibt Sal Da Vinci eine Frau, die für ihn die Verkörperung der Poesie ist. Es ist eine wunderschöne Liebeserklärung! Er sagt, sie ist selbst in ihren Fehlern poetisch: „Così poetica anche nell'errore“ (So poetisch, selbst wenn du einen Fehler machst). Sie ist eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration, sozusagen „benzina per artisti e romantici“ (Benzin für Künstler und Romantiker).
Die Frau im Lied ist voller faszinierender Gegensätze. Sie lebt ihr Leben zwischen Schönheit und Wahnsinn, „tra bellezza e follia“ (zwischen Schönheit und Wahnsinn). Wenn sie zu Hause ist, ist sie Zärtlichkeit, und wenn sie geht, hinterlässt sie Melancholie. Das größte Kompliment von allen ist aber, dass ihre Existenz allein schon Kunst ist. Sie ist „poesia / Che non ha bisogno di melodia“ (Poesie / die keine Melodie braucht).