Amanecer bezeichnet den Tagesanbruch, also den Moment, in dem die Nacht endet und es hell wird. Im Lied erinnert sich der Sänger beim Aufwachen am frühen Morgen an die verlorene Person, wodurch das Wort eine besonders melancholische und poetische Wirkung bekommt.
Maná singt hier aus der Sicht eines Mannes, der morgens aufwacht und als Erstes an die Person denkt, die ihn verlassen hat. Er schaut in den Spiegel und gibt zu: „El espejo no miente" (Der Spiegel lügt nicht), er sieht inzwischen anders aus. Draußen läuft alles weiter wie immer, nur für ihn stimmt nichts mehr: „El ritmo de la vida me parece mal" (Der Rhythmus des Lebens kommt mir falsch vor).
Der Refrain ist ein einziger Wunsch im Konjunktiv: „Si no te hubieras ido sería tan feliz" (Wenn du nicht gegangen wärst, wäre ich so glücklich). Geschrieben hat das Lied Marco Antonio Solís, und Maná macht daraus eine schwere Rockballade, in der sich nichts auflöst. Am Ende weiß er nicht einmal, wo diese Person jetzt ist. Ziemlich trostlos, und gerade deshalb singt man den Refrain so gern laut mit.