Brividi bedeutet wörtlich „Schauer“ oder „Gänsehaut“. Es ist ein sehr ausdrucksstarkes Wort, das in diesem Lied eine zentrale Rolle spielt und dem Titel seinen Namen gibt.
Im Kontext des Liedes beschreibt es die intensiven Gefühle und die Verletzlichkeit, die die Sänger erleben, wenn sie über ihre Liebe und die Schwierigkeiten in ihrer Beziehung sprechen. Es fängt die emotionalen Höhen und Tiefen perfekt ein und macht das Wort sehr einprägsam.
„Brividi“ bedeutet „Gänsehaut“ oder „Schauder“, und genau zwischen Verlangen, Angst und Verletzlichkeit bewegt sich dieses Lied. Das Ich träumt davon, mit der anderen Person „auf einem Diamantrad“ zu fliegen, hört aber zugleich: „Du hast dich verändert, ich sehe das Licht in deinen Augen nicht mehr.“ Die Beziehung wirkt wie ein Ort voller Gegensätze: Wein im Bett, ein Biss in die Haut, „Augen wie eine Viper“ und eine Person, die eher einem Boxer in der Ecke als einem Engel gleicht. Besonders stark ist das Bild „nudo con i brividi“ [nackt mit Gänsehaut]: Es geht nicht nur um Nacktheit, sondern darum, ohne Schutz dazustehen.
Der Refrain klingt wie ein Geständnis, das immer wieder misslingt: „Ti vorrei amare, ma sbaglio sempre“ [Ich möchte dich lieben, aber ich mache es immer falsch]. Das Ich kann seine Gefühle nicht gut ausdrücken und würde für eine Lüge sogar bezahlen, nur um wegzukommen. Später wird es noch direkter: „Non so dirti ciò che provo, è un mio limite“ [Ich weiß nicht, wie ich dir sagen soll, was ich fühle, das ist meine Grenze]. Die Redewendung „mando tutto a puttane“ bedeutet hier salopp: „Ich mache alles kaputt.“ So wird aus dem Liebeslied ein Gespräch über Nähe, Streit, Schuld und den Versuch, trotz eines schädlichen Kreislaufs nicht davonzulaufen.