Zucchini ist ein ganz gewöhnliches Gemüse, aber genau das macht das Wort hier so überraschend. Es taucht völlig unerwartet in einem Popsong auf, wo man eher romantische oder dramatische Worte erwarten würde.
Die Zeile "Eat zucchini, eat zucchini" (Iss Zucchini, iss Zucchini) wird fast wie ein spielerischer, leicht absurder Refrain benutzt. Das unerwartete Wort unterstreicht die lockere, selbstbewusste und ein bisschen freche Haltung des Liedes.
Willkommen in der Welt des „Internet Girl“! In diesem Song von KATSEYE dreht sich alles um eine selbstbewusste Online-Persönlichkeit. Sie weiß, dass sie im Mittelpunkt steht – wie sie singt: „Haven't you heard? I'm the internet girl“ (Hast du nicht gehört? Ich bin das Internet-Mädchen) und „it isn't my fault that it's always my turn“ (es ist nicht meine Schuld, dass ich immer an der Reihe bin).
Der Song spielt mit der Kultur der sozialen Medien, in der Bilder alles sind („Every picture of me is, my God, it's her'“) und Neid eine Rolle spielt („Jealousy's so overrated“). Doch zwischen all der Prahlerei und den eingängigen, fast schon absurden Zeilen wie „Eat zucchini, eat zucchini“ (Iss Zucchini) zeigt sich auch eine andere Seite. Mit Sätzen wie „It's all too much, I fear / I'm getting out of here“ (Es ist alles zu viel, fürchte ich / Ich hau hier ab) deutet sie an, dass der ständige Online-Ruhm auch überwältigend sein kann.