Dannare bedeutet wörtlich 'verdammen' oder 'verfluchen'. Es ist ein starkes und dramatisches Verb, das man nicht jeden Tag in Liedern hört.
In diesem Lied verwendet Giorgia es, um die überwältigende und manchmal schmerzhafte Natur der Liebe zu beschreiben. Sie singt: "Questo è l'amore che fa dannare" (Das ist die Liebe, die verdammt), was die Intensität und die Fähigkeit der Liebe, einen an seine Grenzen zu bringen, hervorhebt. Diese poetische Verwendung macht es zu einem wirklich einprägsamen Wort.
Was ist Liebe eigentlich? Die italienische Pop-Künstlerin Giorgia und Eros Ramazzotti werfen gleich zu Beginn die Frage in den Raum: „Combinazione chimica o è fisica attrazione?“ (Chemische Verbindung oder körperliche Anziehung?). Sie suchen nach einer Definition, geben die rationale Suche aber schnell auf. Liebe brennt einfach lichterloh („più rovente non c'è“ – heißer geht es nicht) und man knallt unweigerlich dagegen („sbatterci contro è inevitabile“). Das Verb sbatterci contro bedeutet wörtlich „dagegenprallen“: Liebe ist hier kein sanftes Gefühl, sondern eher ein Frontalzusammenstoß, vor dem man nicht bremsen kann.
Verstecken bringt sowieso nichts. Selbst wenn du dich daheim einschließt („anche se ti chiudi dentro“), erwischt es dich früher oder später. Die beiden stellen klar, dass Liebe einen völlig verändern („fa cambiare“) und in den Wahnsinn treiben kann („fa dannare e uscire fuori di te“ – wörtlich: sie bringt dich dazu, aus dir selbst herauszufahren, also die Beherrschung zu verlieren). Am Ende gibt es gar nichts groß zu verstehen; es ist ein simples Grundbedürfnis („una semplice esigenza“), gegen das man sich schlicht nicht wehrt, weil man es tief im Inneren genau so will.