Cașcaval bedeutet wörtlich „Käse“, wird im rumänischen Slang aber auch für „Geld“ oder „Bares“ verwendet. Im Lied behauptet die Frau, sie habe ihm Geld gegeben, während der Sänger diese Aussage spöttisch zurückweist. Gerade diese überraschende Doppelbedeutung macht das Wort besonders einprägsam.
In „Domn' Judecător“ spricht Dani Mocanu aus der Sicht eines Mannes, der vor Gericht seine Unschuld beteuert und die Richterperson direkt anruft: „Domn' judecător, haide, fă-mi dreptate“ [Herr Richter, komm schon, verschaff mir Gerechtigkeit]. Seine Version der Geschichte lautet: Eine eifersüchtige Frau habe über ihn gelogen, sogar im Tribunal, und wolle ihn ins Gefängnis bringen. Der Refrain ist dabei bewusst übertrieben und provokant, besonders die Behauptung „Că femeia minte așa cum fac toate“ [Weil Frauen so lügen wie alle]. Das ist keine ausgewogene Gerichtsrede, sondern eine aggressive, spöttische Verteidigung mit viel Prahlerei.
In den Strophen stellt er seinen Luxus und seinen Status gegen den angeblich mittellosen neuen Freund der Frau: „N-are bani d-o bere Ursus / Eu cu Lamborghini Urus“ [Er hat nicht einmal Geld für ein Ursus-Bier / Ich fahre einen Lamborghini Urus]. „Cașcaval“ bedeutet hier umgangssprachlich Geld, und „la cântare“ meint einen Auftritt, für den er laut Text 15.000 bekommt. Selbst im Gefängnis, behauptet er, stünden andere besser da als sein Gegner. Die letzte Wiederholung von „Sunt nevinovat“ [Ich bin unschuldig] macht klar, wie unbeirrbar er seine eigene Rolle sieht. Lustig ist vor allem der Kontrast zwischen dem formellen „Herr Richter“ und den Beschimpfungen, dem Lamborghini und den sehr direkten Anschuldigungen.