Plantés ist die Vergangenheitsform des Verbs "se planter", was wörtlich "sich pflanzen" bedeutet, aber umgangssprachlich "einen Fehler machen" oder "scheitern" heißt.
In diesem Lied singt Vitaa: "Tu sais, dans la vie on s'est tous plantés" (Du weißt, im Leben haben wir uns alle geirrt). Es ist eine ehrliche und nachvollziehbare Aussage über menschliche Fehler und das Scheitern, die dem Lied eine tiefere Bedeutung verleiht.
Vitaa und Slimane sprechen in „Ça Va Ça Vient“ („Es geht auf und ab“) mit jemandem, der sich selbst in einer Menschenmenge einsam fühlt. Sie bitten immer wieder: „Dis-le-moi“ („Sag es mir“), wenn nichts mehr das Herz berührt, der Schmerz zu groß wird oder Enttäuschungen so häufig waren, dass man Schmerz für normal hält. Die Antwort ist sehr menschlich: Im Leben macht jeder Fehler, jeder muss sich irgendwann wieder aufrichten, und niemand bleibt immer auf dem richtigen Weg. „Ça va, ça vient“ ist eine französische Redewendung für wechselnde Zeiten: Mal läuft es gut, mal schlecht. „Ça tient à rien“ („Es hängt an nichts“) klingt dabei fast nüchtern, als könne sich die Stimmung durch eine Kleinigkeit verändern.
Besonders schön ist, dass das Lied nicht verlangt, sofort stark zu sein. Es fragt auch: „Si plus rien n’a de sens“ („Wenn nichts mehr einen Sinn ergibt“) und „Si t’as tout essayé“ („Wenn du alles versucht hast“). Am Ende kippt der Text mit einem kleinen, fast widersprüchlichen Augenzwinkern: „On n’est pas bien là, alors“ („Wir sind doch gerade nicht okay“) und direkt danach „Qu’est-ce qu’on est bien“ („Wie gut geht es uns doch“). Genau dieses Hin und Her gehört zur Botschaft: Man darf zugeben, dass es einem nicht gut geht, und trotzdem einen Moment finden, in dem sich alles leichter anfühlt.