Bon débarras ist eine feste französische Redewendung und bedeutet sinngemäß „gut, dass sie weg sind“ oder „zum Glück sind wir sie los“. Im Lied beschreibt sie die Verachtung gegenüber denen, die glaubten, das Volk sei verschwunden oder besiegt, und verleiht dem Text eine kämpferische, selbstbewusste Note.
„Liberté“ ist ein direkter Ruf nach Freiheit und nach einer Stimme für Menschen, die sich übergangen fühlen. Gleich am Anfang heißt es: „Liberté, c'est tout ce qui nous reste“ [Freiheit ist alles, was uns noch bleibt]. Die Macht, so behauptet der Text bitter, sei käuflich, und die politischen Reden seien so falsch, dass man sich fast an sie gewöhnt habe. Doch jetzt ist das Glas voll: Unten schreien Familien voller Kummer, während ihre Stimmen um ein besseres Schicksal bitten. Besonders stark ist die Bitte „Rends-moi ma liberté“ [Gib mir meine Freiheit zurück]. Das Verb rendre bedeutet „zurückgeben“: Freiheit erscheint hier also nicht als Geschenk, sondern als etwas, das den Menschen genommen wurde.
Der Refrain setzt dagegen eine klare Idee: „La liberté, c'est d'abord dans nos coeurs“ [Freiheit beginnt zuerst in unseren Herzen]. Angst soll diese Generation nicht beherrschen. Die Zeilen sprechen von einem dunklen vergangenen Zustand, von Fotos, Lügen und Gedanken, die Menschen quälen, und stellen dem ein gemeinsames „Wir“ gegenüber: „main dans la main“ [Hand in Hand]. Mit den Namen Che Guevara und Matoub nennt der Text zwei Figuren, die er mit seinem Ruf nach Freiheit verbindet, ohne ihre Geschichten genauer zu erzählen. Im arabisch-algerischen Teil wird der Ton noch unmittelbarer: „Libérez ceux qui sont otages“ [Befreit diejenigen, die Geiseln sind], dazu kommt der Vorwurf „kayen khalel f lqada'“ [In der Justiz gibt es einen Fehler]. Soolking und Ouled El Bahdja machen daraus ihre „ultima verba“, ihre letzten Worte, und schreiben „pour un nouveau matin“ [für einen neuen Morgen].