Ammiccante bedeutet 'zwinkernd' oder 'kokett'. Es beschreibt eine Art, sich auf charmante und einladende Weise zu verhalten, oft mit einem Augenzwinkern oder einer Geste.
Im Lied singt der Künstler über sich selbst als die 'Stella del bar' (Stern der Bar) mit einem 'modo di fare ammiccante' (einer koketten Art zu sein). Es ist ein interessantes Wort, das eine bestimmte Persönlichkeit und Ausstrahlung beschreibt, die man nicht oft in Liedtexten findet und die neugierig macht.
„BUONA DOMENICA“ von Sayf, einem Künstler aus Italien, klingt wie ein Sonntag, der eigentlich Nähe bringen sollte, aber ständig von Abwesenheit unterbrochen wird. Der Erzähler spricht seinen Vater mit „Papà, buona domenica“ an, also: „Papa, schönen Sonntag“. Doch der Vater muss arbeiten, die Mutter arbeitet den ganzen Tag, und ein versprochenes Flugzeug oder ein Ausflug ans Meer bleibt zunächst nur ein Versprechen. Besonders direkt ist die Bitte: „Abbracciami forte, stai qua“ [„Drück mich fest, bleib hier“]. Danach sagt der Erzähler, dass er seinen Vater vermisst und ihn suchen musste. Zwischen Alltagsszenen wie Milch und Zigaretten im September entsteht so das Bild eines Kindes oder jungen Mannes, der auf gemeinsame Zeit wartet.
Gleichzeitig spielt der Song mit dem leicht chaotischen Leben des Erzählers. Er ist „la stella del bar“ [„der Star der Bar“], flirtet, verschenkt in seinen Worten die Sterne und bringt sogar eine Gitarre und ein Stereo-Gerät ins Spiel. Er warnt eine Frau: „Non ti innamorare perché sono fatto così“ [„Verlieb dich nicht, denn ich bin eben so“]. Nachts fühlt er sich freier, aber auch unzuverlässig: „Non so far l’amore, so scappare via“ [„Ich kann nicht lieben, ich kann nur weglaufen“]. Genau darin liegt der bissige Charme des Liedes: Zwischen Bar, Flirts und großen Sprüchen bleibt die Sehnsucht nach Papa der ehrlichste Moment. „Buona domenica“ klingt hier weniger wie ein fröhlicher Gruß als wie ein kleiner Versuch, jemanden endlich festzuhalten.