Timbuctù ist die italienische Schreibweise von Timbuktu, einer historischen Stadt in Mali, die oft als Metapher für einen sehr weit entfernten oder abgelegenen Ort verwendet wird.
Im Lied singt Marco Mengoni: "Farei un cammino spirituale fino a Timbuctù / Per non cadere in tentazioni come i jeans couture" (Ich würde einen spirituellen Weg bis nach Timbuktu gehen / Um nicht in Versuchungen wie Couture-Jeans zu fallen). Er nutzt Timbuktu, um die extreme Länge und Schwierigkeit eines spirituellen Weges zu betonen, den er bereit wäre zu gehen, um Versuchungen zu widerstehen. Es ist ein ungewöhnliches und bildhaftes Wort, das Neugier weckt.
Marco Mengonis „Sto Bene Al Mare“ mit Sayf und Rkomi klingt zuerst wie ein sehr entschlossenes Ferienmotto: „Sto bene al mare“ [„Am Meer geht es mir gut“]. Die Stadt dagegen fühlt sich für die erzählende Stimme falsch an. Geld, eine „cookie mama“ und eine graue Welt aus „valle di cubi“ [„Tal aus Würfeln“] machen sie nicht glücklich. Auch ein angepasstes Leben reizt sie nicht: weder Arbeit wie der Vater, noch Abende in Bars mit Campari, Marlboro und lautem Geschrei. Cinecittà, das bekannte Filmviertel in Rom, steht hier für eine Rolle als schöner Schauspieler. CityLife, ein modernes Viertel in Mailand, wird zum Bild für Empfänge mit den „Königen aus Beton“. Der Text macht sich über diese glänzende Stadtwelt lustig, weil ihre Zukunft ständig die Farbe wechselt wie der Wind.
Doch am Strand ist nicht alles leicht. Eine Frau kommt warm und nass aus dem Wasser, Regen landet in einem Strohhut, und zwischen Kosmetikspiegel, Sommerhitze und Liebesverwirrung verliert jemand den Überblick. Plötzlich heißt es: „Io non sto bene al mare, mi devo abituare“ [„Am Meer geht es mir nicht gut, ich muss mich daran gewöhnen“]. Das Meer erinnert die Stimme sogar daran, wie schlecht es ihr mit dieser Liebe gegangen ist. Sie will trotzdem einen verschwendeten Sommer retten und flüstert der Frau von hinten etwas zu, „perché l’amore è così cieco“ [„weil die Liebe so blind ist“]. Später tauchen Sonnenbrille, Sonnencreme, ein spiritueller Weg bis Timbuktu und die Versuchung von Couture-Jeans auf. Zwischen Witz, Urlaubsbildern und Liebeschaos bleibt ein einfacher Wunsch: „Farti bastare un amore soltanto“ [„Dich mit nur einer Liebe zufrieden sein lassen“].