Ilusionándome ist die Gerundium-Form des Verbs ilusionarse mit dem Reflexivpronomen me. Es bedeutet, sich Hoffnungen zu machen, sich etwas vorzumachen oder sich selbst zu täuschen.
Im Lied drückt der Sänger aus, dass er sich trotz der vergangenen Zeit und der Trennung immer noch Illusionen über die Beziehung macht. Es ist ein emotionales Wort, das die anhaltende, vielleicht vergebliche Hoffnung des Protagonisten auf eine Wiedervereinigung einfängt.
In „LAS NOCHES“ hängt Junior H noch an einer vergangenen Beziehung fest: „Ya ha pasado tanto tiempo y aún vivo el ayer“ [So viel Zeit ist vergangen, und trotzdem lebe ich noch im Gestern]. Er ist allein, wartet weiter und merkt, dass er sich immer wieder Hoffnungen macht. Besonders direkt ist die Frage: „¿Y dime por qué te pienso?“ [Und sag mir, warum ich an dich denke?] Die frühere Partnerin hatte ihm am Anfang gesagt, dass sie genau ihn wollte, sogar dieses „costal de huesos“ [wörtlich: dieser Sack voller Knochen, eine selbstironische Bezeichnung für seinen eigenen Körper]. Jetzt glaubt er ihren Küssen nicht mehr und nennt sie eine Lüge.
Am liebsten würde er ihre Einstellung ändern, damit sie wieder verrückt nach ihm ist und unbedingt bei ihm sein will. Doch er weiß selbst, dass das nur in seinem Kopf passiert: „Pero eso sólo lo pienso“ [Aber das denke ich mir nur]. Zwischen Enttäuschung und Sehnsucht kehrt er zu den Nächten zurück, „que hacíamos el amor“ [in denen wir miteinander geschlafen haben]. Er gibt außerdem zu, dass er ihr blind vertraut hat, obwohl sie ihn schließlich „desde arriba“ [von ganz oben] fallen ließ. Der Satz „Cambiarte es imposible“ [Dich zu ändern ist unmöglich] klingt dabei wie seine bittere Erkenntnis: Er kann sie nicht verändern, und er kann seine Erinnerungen trotzdem nicht einfach abschalten.