Urchin bedeutet wörtlich "Seeigel", wird aber umgangssprachlich für einen kleinen, oft frechen oder armen Jungen verwendet, der auf der Straße lebt.
In "Paradise City" beschreibt sich der Sänger als "Just an urchin livin' under the street". Es vermittelt ein Bild von jemandem, der am Rande der Gesellschaft lebt, hart im Nehmen ist und ums Überleben kämpft. Es ist ein farbenfrohes Wort, das die raue Realität des Stadtlebens einfängt.
Willkommen zu einem der größten Stadionrock-Hymnen aller Zeiten! In „Paradise City“ malen Guns N' Roses ein Bild von zwei gegensätzlichen Welten. Auf der einen Seite steht die harte, düstere Realität des Stadtlebens. Der Sänger beschreibt sich selbst als Straßenkind („urchin livin' under the street“), das ums Überleben kämpft in einer Welt, die sich wie ein gefährliches Spiel anfühlt („It's all a gamble when it's just a game“).
Demgegenüber steht die Sehnsucht nach einem idyllischen Ort, der „Paradise City“, wo „das Gras grün und die Mädchen hübsch sind“. Dieser Refrain ist ein verzweifelter Ruf nach Flucht und einem besseren Leben. Die Bilder werden im Laufe des Songs immer düsterer, von der Gaskammer der Stadt („city's gas chamber“) bis hin zu einem zerbrochenen Captain America, was die Desillusionierung mit dem amerikanischen Traum symbolisieren könnte. Der Song ist ein kraftvoller Ausdruck des Wunsches, der harten Realität zu entkommen und ein Zuhause in einem erträumten Paradies zu finden.