Meşkli ist ein interessantes Wort, das man nicht oft in Liedern hört. Es leitet sich vom osmanischen Wort meşk ab, das ursprünglich "Übung" oder "Praxis" bedeutet, besonders im Kontext von Kunst oder Musik.
Im Lied wird es im Ausdruck "aşklı, meşkli" verwendet, was "voller Liebe, voller Zuneigung" oder "liebevoll, verliebt" bedeutet. Es verleiht der Beschreibung einer "glücklichen, verliebten Geschichte" eine poetische und leicht nostalgische Note, die über ein einfaches "liebevoll" hinausgeht.
„Gelsin Öpsün Kalbimi“ bedeutet ungefähr „Soll es kommen und mein Herz küssen“. Güliz Ayla erzählt hier von einer flirtenden Einladung an eine geliebte Person. Draußen ist es eiskalt: „Hava buz, üşüdüm, aç kapıyı“ [Es ist eiskalt, ich friere, mach die Tür auf]. Die andere Person soll mit ihren Händen die Wange wärmen. Gemeinsam möchte die Sängerin den Winter verbringen wie in einem Film mit Happy End, voller Liebe und Verliebtheit. „Aşklı meşkli“ ist eine lockere, spielerische Wendung für romantisches Liebesleben.
Dann wird es witzig und ein wenig frech: Ist der Verliebte der einzige „Verdächtige“ in Sachen Liebe, oder sind Schuld, Sünde und der Sünder das Problem? Eine konkrete Erinnerung folgt: Beim ersten Treffen trug die andere Person eine schwarze Mütze, und die Sängerin kaufte sich genau dieselbe. Im Refrain fordert sie schließlich: „Yolla kalbini, gelsin öpsün kalbimi“ [Schick dein Herz, damit es mein Herz küsst]. Das Herz wird dabei natürlich bildlich auf Reisen geschickt. „Daha yaklaş ... biraz cesaret“ [Komm näher ... ein bisschen Mut] macht klar: Hier wartet niemand schüchtern auf ein Zeichen. Die Sängerin fordert Nähe und behauptet selbstbewusst, dass beide den nötigen Mut längst haben.