Balayé bedeutet wörtlich „weggefegt“ oder „weggewischt“. Es ist ein starkes Verb, das in diesem Lied eine zentrale Rolle spielt und die Entschlossenheit der Sängerin unterstreicht, mit der Vergangenheit abzuschließen.
Édith Piaf verwendet es, um auszudrücken, dass sie alle ihre Sorgen, Freuden und sogar ihre Lieben „weggefegt“ hat, um neu anzufangen. Es ist ein kraftvolles Bild für das Loslassen und den Neuanfang.
Édith Piaf, eine Sängerin aus Frankreich, singt hier mit großer Entschlossenheit: „Non, je ne regrette rien“ [Nein, ich bereue nichts]. Die Stimme lehnt alles ab, was hinter ihr liegt, sowohl Gutes als auch Schlechtes: „Ni le bien qu’on m’a fait, ni le mal“ [Weder das Gute, das man mir getan hat, noch das Böse]. Besonders direkt klingt „Je me fous du passé“ [Die Vergangenheit ist mir egal]. „Je me fous“ ist eine umgangssprachliche, ziemlich kräftige Formulierung. Sie sagt also nicht höflich: „Das interessiert mich nicht“, sondern eher: „Das ist mir völlig egal.“
Die Vergangenheit wird in starken Bildern weggefegt und verbrannt: „C’est payé, balayé, oublié“ [Es ist bezahlt, weggefegt, vergessen], und mit den Erinnerungen hat die Sängerin ein Feuer angezündet. Auch alte Liebesgeschichten werden beiseitegeschoben: „Balayé les amours“ [Weg mit den Lieben]. Dann beginnt sie bei null: „Je repars à zéro“ [Ich fange wieder bei null an]. Der letzte Gedanke richtet den Blick ganz auf eine bestimmte Person: „Car ma vie, car mes joies, aujourd’hui, ça commence avec toi“ [Denn mein Leben, denn meine Freuden beginnen heute mit dir]. Gerade dieser Wechsel macht das Lied so klar: Erst wird die alte Rechnung geschlossen, dann öffnet sich mit „dir“ ein neuer Anfang.