Retouche bedeutet "Retusche" oder "Nachbesserung". Es ist ein Wort, das man im Alltag vielleicht nicht so oft hört, aber es hat eine besondere Bedeutung in diesem Lied.
Édith Piaf singt von "le portrait sans retouche" (das Porträt ohne Retusche), um die Authentizität und Natürlichkeit des Mannes zu beschreiben, den sie liebt. Es unterstreicht, dass ihre Liebe echt und unverfälscht ist, ohne jegliche Verschönerung oder Fälschung.
Édith Piaf, die französische Sängerin, beschreibt in „La Vie en Rose“ eine Liebe, die den Alltag plötzlich heller wirken lässt. Zuerst sieht sie ganz genau den Mann, der ihr gehört: „Des yeux qui font baisser les miens“ [Augen, die meinen Blick senken] und „Un rire qui se perd sur sa bouche“ [ein Lachen, das sich auf seinem Mund verliert]. Wenn er sie in die Arme nimmt und leise mit ihr spricht, sagt sie: „Je vois la vie en rose“ [Ich sehe das Leben durch eine rosarote Brille]. Diese Redewendung bedeutet hier: Alles wirkt schön, hoffnungsvoll und voller Liebe, selbst die gewöhnlichen Worte des Tages.
Die Gefühle werden schnell sehr groß. Der Mann ist „entré dans mon coeur“ [in mein Herz eingetreten], und sein Dasein wird für sie zur Ursache ihres Glücks. Sie versprechen einander, fürs ganze Leben zusammenzugehören. Sobald sie ihn sieht, schlägt ihr Herz schneller. Nächte voller Liebe lassen Sorgen und Kummer verschwinden, bis sie „heureux, heureux à en mourir“ [so glücklich ist, dass sie dafür sterben könnte]. Ein bisschen übertrieben ist das schon, aber genau darin liegt der Charme: Für die verliebte Stimme dieses Liedes verändert eine Umarmung die ganze Welt.