„Ojitos pálidos“ bedeutet wörtlich „blasse Äuglein“ und ist eine zärtliche Verkleinerungsform von ojos pálidos („blasse Augen“). In diesem Lied ist es eine poetische und sehr persönliche Anrede für die geliebte Person, wodurch die auffällige Augenfarbe besonders eindringlich und einprägsam wirkt.
Hast du dich jemals Hals über Kopf in jemanden verliebt, den du eigentlich gar nicht haben darfst? Genau in diesem emotionalen Chaos steckt die mexikanische Musikerin Carla Morrison in ihrer Version von Pale Blue Eyes. Gleich zu Beginn beschreibt sie die Achterbahnfahrt der Gefühle ungeschönt: A veces me siento alegre / Pero daño es lo que me haces más (Manchmal fühle ich mich fröhlich / Aber meistens tust du mir weh). Sie bittet ihr Gegenüber mit Quédate, ojitos pálidos (Bleib, blasse Äuglein) zwar zu bleiben, gibt aber offen zu, dass ihr Verstand daran fast zerbricht (Mi locura está por estallar – Mein Wahnsinn steht kurz vor dem Explodieren).
Im weiteren Verlauf wird die Lage noch komplizierter: Die Nacht war wunderschön (Fue bello lo de anoche), aber die Sache hat einen riesigen Haken. Ihr Schwarm ist vergeben. Carla singt direkt heraus: El hecho que eres de otro / Me recuerda que sigo sin ver / Que es pecado amarte, ya lo se (Die Tatsache, dass du jemand anderem gehörst / Erinnert mich daran, dass ich immer noch blind bin / Dass es Sünde ist, dich zu lieben, weiß ich schon). Wenn sie zur englischen Zeile Linger on, your pale blue eyes wechselt, spürt man förmlich das Verharren in einer verbotenen Affäre, aus der man trotz aller Schuldgefühle einfach nicht aussteigen will.