Babayım bedeutet wörtlich „Ich bin der Vater“, wird im türkischen Slang hier aber eher als „Ich bin der Boss“ oder „Ich bin derjenige, zu dem man aufschaut“ verwendet. Im Song nennen die älteren Jungs den Sprecher „Baba“, weil er sich überlegen und unbesiegbar präsentiert. Diese doppelte Bedeutung macht das Wort besonders einprägsam.
In „BABA“ tritt BLOK3 mit maximalem Selbstvertrauen auf. Auf die Frage „Mesleğin ne?“ [Was ist dein Beruf?] antwortet er schlicht „Babayım“ [Ich bin der Baba, also der Boss oder der große Mann]. „Abilerim bana diyo' ‘Baba’“ [Die älteren Jungs nennen mich „Baba“] klingt dabei wie ein Spitzname, der ihm Respekt verschafft. Den Gegnern sagt er: „Sizin boşa bütün çaba“ [Eure ganze Mühe ist umsonst]. Selbst das Sprichwort „Her gecenin sabahı var“ [Jede Nacht hat einen Morgen] dreht er um: Für den anderen werde diese Nacht keinen Morgen haben. Das ist großspurig, provokant und ein bisschen frech, genau wie die Behauptung, er habe alle besiegt, ohne es überhaupt zu merken.
Besonders lustig ist sein Umgang mit Rivalen. „Pardon, tanışıyo' muyduk biz?“ [Entschuldigung, kannten wir uns?] fragt er, obwohl jemand hinter ihm herläuft. Ein Rennen habe es schließlich nie gegeben: „Yarışıyo' muyduk biz?“ [Sind wir etwa um die Wette gelaufen?] Auch „Tehdit yok, haber veriyorum“ [Das ist keine Drohung, ich gebe nur Bescheid] macht eine Drohung scheinbar höflich und sachlich. Die türkische Umgangssprache ist dabei hörbar verkürzt, etwa „diyo'“ statt „diyor“ [er sagt] und „geliyor“ in einer lockeren Form. Der Refrain wiederholt die Rolle des „Baba“: Er sieht sich als Sieger, während alle anderen sich vergeblich anstrengen.