Вьюга [vyuga] bezeichnet einen heftigen Schneesturm mit starkem Wind. Das Wort klingt besonders poetisch und ist im heutigen Alltagswortschatz seltener als das gewöhnliche Wort für Schnee.
Im Lied wird январская вьюга [yanvarskaya vyuga], also ein „Januar-Schneesturm“, zu einem eindrucksvollen Bild für die Unruhe und Kälte, die Menschen daran hindern, ihre Liebe zu finden.
In „Звенит январская вьюга“ („Der Januar-Schneesturm klingt“) singt ANNA ASTI, eine Künstlerin aus Russland, über die schwierige Suche nach echter Liebe. Der Planet dreht sich weiter, Städte lärmen, Sterne ziehen ihre Kreise und die Menschen laufen aneinander vorbei: „Не видят люди друг друга“ („Die Menschen sehen einander nicht“). Das ist eine ungewöhnlich direkte Vorstellung davon, wie leicht man sich in der Hektik des Alltags verpasst. Wer einen wichtigen Menschen verliert, findet ihn vielleicht „никогда“ („niemals“) wieder. Ziemlich hart formuliert, aber gerade deshalb bleibt die Zeile hängen.
Auch eine gefundene Liebe ist nicht automatisch die richtige: Sie kann sich als „ложная“ („falsch“) oder als Täuschung erweisen. Trotzdem glaubt die erzählende Stimme, irgendwo gebe es ihre „любовь сердечная“ („herzliche, innige Liebe“), eine einzigartige und ewige Liebe, nach der sie schon lange sucht. Der wiederkehrende Januarsturm, der heftige Regen, die kreisenden Sterne und die lauten Städte machen diese Suche fast wie eine Fahrt durch eine riesige, unübersichtliche Welt. Besonders schön ist der Gegensatz: Alles bewegt sich ununterbrochen, doch zwei Menschen schaffen es trotzdem nicht, einander zu begegnen.
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Yes, including Звенит Январская Вьюга (Zvenit Yanvarskaya V’yuga) by ANNA ASTI!
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