Primaveras bedeutet wörtlich „Frühlinge“. Es ist ein schönes und poetisches Wort, das in diesem Lied eine besondere Bedeutung hat.
Vicente Fernández singt, dass er „un millón de primaveras“ (eine Million Frühlinge) brauchen wird, um seine Geliebte zu vergessen. Er verwendet dieses Wort, um die unvorstellbar lange Zeit auszudrücken, die er brauchen würde, um seine Liebe zu überwinden, was die Tiefe seiner Gefühle unterstreicht.
Vicente Fernández bringt hier die Ranchera-Kunst auf den Punkt, ein gebrochenes Herz mit einer gehörigen Portion beißender Ironie zu servieren. Seine Ex will einfach ihre Ruhe: Ihn nervt es, dass er sie noch liebt, und sie verlangt sogar, dass er ihren Namen aus seinen Gedichten streicht. Seine Antwort darauf ist herrlich dramatisch: „Te lo juro, estoy a punto de olvidarte / Solo falta un millón de primaveras“ (Ich schwöre dir, ich bin kurz davor, dich zu vergessen / Es fehlt nur noch eine Million Frühlinge). Ein paar Jahrhunderte Anbetung muss sie also noch aushalten, erst danach lässt er sie endlich in Frieden.
Richtig absurd und fast schon komisch wird die Szene mit dem Haushund. Das Tier bellt vor Freude, als sie ankommt, doch sie wird sofort wütend und wirft Steine nach ihm. Sie behauptet, der Hund sei verrückt und belle die falsche Person an („Que le ladra a la persona equivocada“). Fernández bittet sie trocken um Geduld: Wenn sie noch kurz wartet, wird weder der Hund sie je wieder anbellen, noch wird er selbst jemals wieder für sie singen („No volveré a cantarte / Si te molesta“). Ein genialer Text voller verletztem Stolz, Sarkasmus und maßloser Übertreibung.