Barré stammt vom umgangssprachlichen Verb se barrer und bedeutet hier „abhauen“ oder „weggehen“. Im Lied sagt der Sänger: « Si j'me suis barré, c'est d'ta faute » („Wenn ich gegangen bin, ist es deine Schuld“). Die Wendung ist deutlich lockerer und emotionaler als das neutrale partir und daher besonders interessant für Lernende.
In „Comme Toi“ blickt Tayc auf eine Beziehung zurück, die seit Monaten vorbei ist: „Ça fait des mois qu'on a refait nos lifes“ [Seit Monaten haben wir unser Leben neu aufgebaut]. „Lifes“ ist hier lockere Umgangssprache für „vies“, also „Leben“. Er dachte zuerst, dass er mit seiner Ex zu viel Zeit verloren hatte: „Avec toi, j'ai perdu beaucoup trop d'time“ [Mit dir habe ich viel zu viel Zeit verloren]. Jetzt ist er mit einer anderen Frau zusammen, aber seine Gefühle machen es kompliziert. Sie ist zwar „bien“ [in Ordnung], doch sie kann und will nichts so wie die frühere Partnerin. Besonders direkt wird er bei: „Elle ne me touche pas comme toi“ [Sie berührt mich nicht so wie du].
Das Spannende ist, wie schnell seine Entschlossenheit bröckelt. Andere warnen ihn: „Ne prends aucune décision à chaud“ [Triff keine Entscheidung im Affekt], wobei „à chaud“ bedeutet, dass man aus dem Moment heraus und ohne Ruhe entscheidet. Trotzdem gibt er der Ex die Schuld: „Si j'me suis barré c'est d'ta faute“ [Wenn ich abgehauen bin, ist das deine Schuld]. „Se barrer“ ist umgangssprachlich für „abhauen“. Er sagt auch: „Tu m'as fait du sale“ [Du hast mir übel mitgespielt], aber gleich danach würde er alles geben, um zurückzukommen: „J'donnerais tout pour rentrer“ [Ich würde alles geben, um zurückzukehren]. Genau dieser Widerspruch macht den Refrain so klar und ein bisschen dramatisch: Die neue Frau ist nicht schlecht, aber sie ist eben „pas comme toi“ [nicht wie du].