Payroll bedeutet wörtlich „Gehaltsliste“ oder „Lohnbuchhaltung“. Es ist ein interessantes Wort, da es nicht alltäglich in Songtexten vorkommt und einen Einblick in die Arbeitswelt gibt.
Im Kontext von „Karma Police“ suggeriert die Zeile „But we're still on the payroll“ eine gewisse Resignation oder das Gefühl, trotz allem weiterzumachen, weil man dafür bezahlt wird. Es verleiht dem Lied eine subtile Ebene der Kritik an Konformität und dem System.
Hast du dich jemals über jemanden so sehr geärgert, dass du dir gewünscht hast, es gäbe eine Art kosmische Polizei, die sich darum kümmert? Genau das ist die Idee hinter Radioheads Song „Karma Police“! Der Sänger beschwert sich über seltsame Leute: einen Mann, der „in Mathe spricht“ und „brummt wie ein Kühlschrank“, und ein Mädchen, dessen Frisur ihm Unbehagen bereitet. Er ruft die Karma-Polizei, um sie zu verhaften, und warnt sie: „This is what you'll get when you mess with us.“ (Das ist, was du bekommst, wenn du dich mit uns anlegst).
Aber dann nimmt der Song eine überraschende Wendung. Plötzlich merkt der Sänger, dass er durch sein ständiges Urteilen selbst zu einem Problem geworden ist. Mit den Zeilen „For a minute there, I lost myself“ (Für einen Moment habe ich mich selbst verloren) erkennt er, dass er sich in seiner eigenen Negativität verliert. Der Song wird so zu einer Warnung: Pass auf, wen du verurteilst, denn am Ende könnte die Karma-Polizei hinter dir selbst her sein.