Sufocar bedeutet wörtlich „ersticken“. Es ist ein starkes Verb, das man nicht oft in Liedern hört und das eine intensive Emotion vermittelt.
Im Lied singt der Künstler: „Beija-me, não quero sufocar“ (Küss mich, ich will nicht ersticken). Er verwendet es metaphorisch, um das Gefühl zu beschreiben, von seinen Emotionen überwältigt zu werden, als würde er ohne die Liebe der anderen Person nicht atmen können. Dieses dramatische Wort macht den Text sehr einprägsam.
In diesem Pop-Track aus Portugal dreht sich alles um das fast schon dramatische Verlangen nach Nähe. Paulo Sousa steigt mit einem schönen Bild ein: „Que sou rio, tu és mar“ („Dass ich der Fluss bin, du bist das Meer“). Er findet kaum Worte oder Schriftzeichen dafür, wie sehr er sein Gegenüber Tag und Nacht vermisst: „Sempre que anoitecer / Sempre que amanhecer“ („Jedes Mal, wenn es Nacht wird / Jedes Mal, wenn es dämmert“).
Im Refrain wird es dann richtig intensiv. Er bittet um Rettung und einen Kuss mit „Beija-me, não quero sufocar“ („Küss mich, ich will nicht ersticken“), damit er bloß nicht entwischt aus den Armen, in denen er eigentlich bleiben will („Por entre os braços onde eu só quero estar“). Wenn er könnte, würde er ohne Zögern den ganzen Himmel stehlen („roubar / Todo o céu p'ra to dar“). Am Ende fordert er sein Gegenüber mit klaren Imperativen auf: Flieg („voa“), sing („canta“), tanz („dança“) und bleib („fica“) einfach nur für ihn.