Fraquejar bedeutet 'schwächeln' oder 'nachlassen'. Es ist ein ausdrucksstarkes Verb, das man nicht in jedem Lied findet und das eine gewisse Tiefe vermittelt.
Im Kontext des Liedes drückt der Sänger seine Entschlossenheit aus, trotz der Herausforderungen nicht aufzugeben. Er singt: "E não posso fraquejar, Não posso parar aqui" (Und ich darf nicht schwächeln, Ich kann hier nicht aufhören). Dieses Wort fängt den Kampf und die Widerstandsfähigkeit ein, die im Lied thematisiert werden.
In „Até Ao Fim Do Mundo“ singt Paulo Sousa aus Portugal von jemandem, der seine eigene Unfähigkeit in der Beziehung offen zugibt: „Nunca cheguei a ser só teu“ [Ich war nie ganz dein] und „Nunca tentei dar-te tudo o que é meu“ [Ich habe nie versucht, dir alles von mir zu geben]. Das klingt erstaunlich direkt. Der Sänger behauptet nicht, alles richtig gemacht zu haben. Im Gegenteil: Er sagt, dass er die andere Person nie wirklich verstanden hat. Trotzdem gibt es zwischen beiden einen Ort, an dem Worte kaum nötig sind: „É no silêncio do nosso abraço“ [Es ist in der Stille unserer Umarmung], wo „tudo é dito, tudo é vivido“ [alles gesagt und alles erlebt] wird.
Dann kippt die Unsicherheit in Entschlossenheit. Gerade wenn er „entro em colapso“ [zusammenbreche], gibt er nicht auf, sondern verfolgt die geliebte Person „até ao fim do mundo“ [bis ans Ende der Welt]. Der Wind droht, „o que resta de ti“ [das, was von dir übrig ist] fortzutragen, doch er will nicht schwach werden und nicht hier stehen bleiben. Das Ende der Welt ist dabei kein genauer Ort, sondern eine sehr große, dramatische Strecke: Er würde weitergehen, selbst wenn fast nichts mehr festzuhalten ist.