Viola ist ein interessantes Wort, da es im Portugiesischen eine spezielle Art von Gitarre bezeichnet, die in der brasilianischen Volksmusik, insbesondere im Sertanejo, sehr wichtig ist.
Obwohl es im Deutschen auch eine 'Bratsche' (ein Streichinstrument) gibt, bezieht sich 'viola' im Kontext dieses Liedes von Michel Teló, einem bekannten Sertanejo-Künstler, eindeutig auf die 'Viola Caipira' oder 'Viola Sertaneja'. Es ist ein Symbol für die brasilianische Kultur und Tradition, besonders im ländlichen Raum, und verleiht dem Lied eine authentische, heimatverbundene Atmosphäre.
Michel Telós "Sonhos E Planos" ist eine wunderschöne und nachdenkliche Reise durch das Leben und die Zeit. Der Song beginnt mit der Frage nach unseren "Sonhos, planos" [Träumen, Plänen] und was wir "No tempo que vem depois?" [In der Zeit, die danach kommt?] sein und erleben werden. Es geht um die Wege, Wünsche, Straßen und Eroberungen, die wir uns für die Zukunft vorstellen.
Dann wechselt der Fokus zur Vergänglichkeit des Lebens, das wie "uma nuvem que passou no céu" [eine Wolke, die am Himmel vorbeizog] ist und "quando viu, já se foi" [und als man hinsah, war sie schon weg]. Es ist eine sanfte Erinnerung daran, wie schnell Momente – "Olhares, amores, abraços e flores" [Blicke, Lieben, Umarmungen und Blumen] – vergehen. Aber der Song ist nicht traurig, sondern feiert das "Tempo agora" [Die Zeit jetzt], das tiefe Einatmen ("Suspiro profundo") und den Sonnenuntergang ("O entardecer"). Besonders schön ist die Vorstellung von "Deus tocando viola" [Gott spielt Viola], die eine friedliche und fast magische Atmosphäre schafft. Es ist eine Einladung, das Hier und Jetzt zu schätzen und die Schönheit im Moment zu finden.