Métissage bezeichnet die Vermischung verschiedener Kulturen, Herkünfte oder Traditionen. Im Lied steht das Wort für eine vielfältige Gemeinschaft: Unterschiedliche Gesichter und Geschichten kommen zusammen und senden gemeinsam eine Botschaft der Hoffnung.
In „On Écrit Sur Les Murs“ werden Wände zu einer riesigen Nachricht an die Zukunft. Die Kinder schreiben „le nom de ceux qu’on aime“ [die Namen der Menschen, die wir lieben] und hinterlassen „des messages pour les jours à venir“ [Botschaften für die kommenden Tage]. Die Tinte kommt dabei „de nos veines“ [aus unseren Adern], ein sehr starkes Bild dafür, wie persönlich und wichtig diese Worte sind. Alles, was man sonst vielleicht nicht sagen kann, wird gezeichnet: „On dessine tout ce que l’on voudrait dire“ [Man zeichnet alles, was man sagen möchte]. Graffiti ist hier also kein bloßes Gekritzel, sondern eine sichtbare Stimme.
Rund um die Menschen entdeckt das Lied „des signes d’espoir dans les regards“ [Zeichen der Hoffnung in den Blicken]. Die Botschaften sollen bleiben, obwohl in der Nacht „tout s’efface“ [alles verblasst] und sogar „leurs traces“ [ihre Spuren] verschwinden. Deshalb schreiben die Kinder weiter: über die „force de nos rêves“ [Kraft unserer Träume] und „nos espoirs, en forme de graffitis“ [unsere Hoffnungen in Form von Graffiti]. Ihr Wunsch ist groß und direkt: „pour que l’amour se lève“ [damit die Liebe sich erhebt], eines Tages über einer schlafenden Welt. Am Ende treffen sich verschiedene Gesichter und ein gemeinsamer Refrain. „Métissage“ [Vermischung verschiedener Herkunft] beschreibt dabei schlicht ein Miteinander, in dem Unterschiede zusammengehören.