Tarkenee ist ein interessantes finnisches Verb, das sich am besten mit "man kommt zurecht" oder "es ist warm genug" übersetzen lässt, oft im Kontext von Kälte.
Im Lied wird es wiederholt verwendet, um eine trotzige Haltung zu vermitteln: Egal wie schwierig die Umstände sind oder wie kalt es ist, man kommt zurecht. Es ist ein umgangssprachlicher Ausdruck, der die finnische Mentalität des Durchhaltens und der Widerstandsfähigkeit gut widerspiegelt.
In „Tarkenee“ von JVG geht es durchgehend ziemlich ungemütlich zu: Ville wacht in einer Ecke auf, alte Pizza stinkt, und die Nachbarn streiten schon wieder. Dazu kommen rutschende Skier, Dunkelheit und ein Tag voller Arbeit. Trotzdem bleibt die Stimme des Songs aufrecht: „Mutta beibi kyllä täällä tarkenee“ [Aber Baby, hier hält man es aus / hier wird man schon nicht frieren]. Tarkenee ist umgangssprachlich und bedeutet wörtlich etwa „es ist warm genug“ oder „man kommt klar“. Gerade nach all den chaotischen Bildern klingt diese Zeile wie ein frecher kleiner Sieg. Auch „Kyllä täällä tarkenee“ [Hier hält man es aus] wird im Refrain so oft wiederholt, dass daraus fast ein trotziges Motto wird.
Der Erzähler ist angeblich „hulluksi luultu“ [für verrückt gehalten worden], lässt sich aber nicht so leicht aus der Ruhe bringen: Seine „pleksit“ [Brille, umgangssprachlich] beschlagen nicht beim kleinsten Problem. Er ist zwar „kaukana freshistä“ [weit entfernt von frisch oder cool], aber noch nicht „tippumas messistä“ [aus dem Kreis herausfallend]. Die Sprache ist voller Slang und Übertreibungen, etwa wenn das Mikrofon als „dickin jatke“ [Verlängerung des Penis] bezeichnet wird. Später denkt er daran, was seine Mutter und sein Vater zu allem sagen würden, während sich manche Dinge langsam klären und andere Gesichter blass werden. Das Lied verbindet also dreckige Alltagsbilder, Arbeit, Druck und Selbstbehauptung mit einem Refrain, der sagt: Egal, wie seltsam es hier läuft, „Kyllä täällä tarkenee“ [Hier kommt man klar].