Enclume bedeutet wörtlich „Amboss“, also einen schweren Metallblock, auf dem man Metall bearbeitet. In der Zeile « J’ai encore la tête comme une enclume » beschreibt Jali damit bildhaft einen schweren, dröhnenden Kopf, vermutlich nach einer langen Nacht. Die ungewöhnliche Metapher macht das Wort besonders einprägsam.
In „Rien De Neuf Sous Le Soleil“ beschreibt der belgische Künstler Jali einen Morgen, an dem sich absolut nichts verbessert hat. Er wacht mit einem Abdruck vom Kissen im Gesicht und einer „sale gueule“ auf, also mit einem ziemlich zerknitterten, fertigen Gesicht. „Rien de neuf sous le soleil“ bedeutet wörtlich „Nichts Neues unter der Sonne“ und klingt hier wie ein genervter Spruch: Alles ist wie immer, leider. Besonders witzig ist das Bild vom Schneemann, der unter der Sonne schmilzt, sich aber trotzdem im Spiegel angrinst. Die Karotte im Gesicht macht seine Lage nicht besser, aber offenbar auch nicht seine gute Laune kaputt.
Auch der nächste Morgen bringt keine Heldengeschichte. Der Samstagabend ist vorbei, und der Sänger hat dabei „laissé des plumes“ [Federn gelassen], eine Redewendung für: Er hat einiges abbekommen oder teuer bezahlt. Aus einem hölzernen Schaukelpferd wird ein ziemlich schräger Partyheld, der in der Disko mutig sein wollte und danach humpelt. Später nimmt der Sänger sogar jedes Problem mit in den nächsten Tag und sagt, er finde immer Gründe, betrunken zu enden. Der Refrain bleibt dabei herrlich stur: „Toujours rien de neuf sous le soleil“ [Immer noch nichts Neues unter der Sonne].