Canterai ist die Futurform des Verbs cantare (singen) in der zweiten Person Singular. Es bedeutet „du wirst singen“.
In diesem Lied verwendet Irama diese Form, um eine Reihe von poetischen „Wenn-dann“-Szenarien zu schaffen. Er singt „Se sarai vento canterai“ (Wenn du Wind sein wirst, wirst du singen), was eine wunderschöne Metapher dafür ist, wie die Präsenz der geliebten Person sich in der Welt manifestieren würde. Es ist ein Wort, das Hoffnung und eine tiefe Verbindung ausdrückt.
Irama nimmt uns mit auf eine emotionale Reise, bei der er die tiefe Verbundenheit zu einer Person beschreibt, die er überall spürt. Er singt davon, wie diese Person in allem präsent ist: „Se sarai vento canterai“ [Wenn du Wind bist, wirst du singen], „Se sarai acqua brillerai“ [Wenn du Wasser bist, wirst du glänzen]. Es ist eine wunderschöne Vorstellung, wie jemand so sehr Teil des eigenen Lebens ist, dass man ihn in den Elementen der Natur wiederfindet.
Besonders berührend finde ich die Zeile „Ovunque sarai, Ovunque sarò, In ogni gesto io ti cercherò“ [Wo auch immer du sein wirst, wo auch immer ich sein werde, in jeder Geste werde ich dich suchen]. Es zeigt eine unbedingte Präsenz und eine Sehnsucht, die über Raum und Zeit hinausgeht. Selbst wenn die Person nicht physisch da ist, verspricht er: „E nel silenzio io ti ascolterò“ [Und in der Stille werde ich dir zuhören]. Das Lied ist eine Hommage an eine Liebe, die so stark ist, dass sie selbst im Unsichtbaren und Ungesagten weiterlebt.