Anarchia bedeutet 'Anarchie'. Es ist ein starkes und politisch aufgeladenes Wort, das man nicht in jedem Lied findet.
In diesem Lied von Gino Paoli wird es im Kontext von jungen Freunden verwendet, die die Welt verändern wollen und über tiefgründige Themen wie Anarchie und Freiheit sprechen. Es fängt den Geist der Rebellion und des Idealismus ein, der die Jugend oft prägt.
„Quattro amici al bar“ bedeutet „Vier Freunde in der Bar“. Gino Paoli erzählt von vier Freunden, die gemeinsam die Welt verändern wollen: „Eravamo quattro amici al bar“ [Wir waren vier Freunde in der Bar]. Zwischen Cola und Kaffee diskutieren sie über Anarchie, Freiheit und eine Zukunft, die größer sein soll als eine Frau und ein Bürojob. Jeder hat große Fragen und große Pläne, doch im Lauf des Liedes wird die Gruppe kleiner: Einer nimmt eine Stelle bei einer Bank an, ein anderer bleibt zu Hause, wieder einer fährt mit seiner Partnerin ans Meer. Aus vier Freunden werden drei, dann zwei und schließlich einer. Der Witz daran ist ein bisschen bitter: Die großen „Farò“ [Ich werde es tun] und „Sarò“ [Ich werde sein] treffen auf das ganz normale Leben.
Am Ende sitzt der Erzähler allein an der Bar. Dann kommen vier Jugendliche herein, bestellen zwei Colas und zwei Kaffees und beschließen ebenfalls, „questo mondo che non va“ [diese Welt, die nicht funktioniert] zu verändern. Damit beginnt alles von vorn. Vielleicht treffen sie sich später als Stars im Roxy Bar auf einen Whisky, vielleicht verfolgen sie irgendwann nur noch ihre eigenen Probleme. Genau diese offene Pointe macht das Lied so menschlich: Große Ideen entstehen leicht an einem Tisch, aber niemand weiß, wohin das Leben die Freunde führt.