쟁취함 [jaengchwiham] bedeutet „das Erkämpfen“ oder „Erringen“ und klingt entschlossener als ein bloßes „Bekommen“. Im Song steht es in 주어짐과 쟁취함 사이 [jueojimgwa jaengchwiham sai], also „zwischen dem, was gegeben wird, und dem, was man sich erkämpft“: eine starke, bildhafte Beschreibung des eigenen Weges.
„Given-Taken“ fühlt sich wie ein Sprung ins Unbekannte an. Am ersten Morgen trifft den Sänger ein Licht, das ihn zugleich „burned me“ [mich verbrannt] und „covered my eyes“ [meine Augen bedeckt] hat. Trotzdem folgt er seinem Traum: „Dive into red sun“ [Stürz dich in die rote Sonne]. Zwischen unzähligen Sternen und Monden sucht er im „forest of questions“ [Wald der Fragen] nach einer Richtung. Eine geheimnisvolle Person ruft ihn jenseits einer dünnen Grenze, und er ruft zurück. Das Bild ist groß und ein bisschen gefährlich, als würde eine einzige Linie zwei Welten trennen.
Im Refrain prallen Schicksal und eigene Entscheidung aufeinander: „given or taken“ [gegeben oder genommen]. Ist dieser neue Weg ein Geschenk, oder musste er ihn sich erkämpfen? Hinter ihm liegen „thousands of doubts“ [Tausende Zweifel] und „tens of thousands of distrust“ [Zehntausende des Misstrauens], doch er geht weiter, bis er eine neue Welt erreicht. Seine „red eyes“ [roten Augen] und „white fangs“ [weißen Fangzähne] machen ihn zugleich entschlossen und fast vampirhaft. Später färbt „red blood“ [rotes Blut] seine Hand, die nach einer Krone greift. So wird der Schritt über die Grenze zu einer Prüfung: Er will den Himmel betreten, zwei Welten verbinden und beweisen, dass er diesen Platz nicht nur bekommen, sondern auch errungen hat.