Goéland bedeutet „Möwe“. Es ist ein schönes und etwas selteneres Wort, das man nicht in jedem französischen Lied findet.
In diesem Lied singt Céline Dion davon, „le vol d'un goéland“ (den Flug einer Möwe) zu kreuzen, während sie über den Ozean reisen möchte. Es evoziert ein Gefühl von Freiheit, Weite und Sehnsucht, das perfekt zur melancholischen Stimmung des Liedes passt.
In „Parler à mon père“ [mit meinem Vater sprechen] gönnt sich die Erzählerin eine Pause vom schnellen Leben. Sie möchte „oublier le temps“ [die Zeit vergessen], ihre eigenen Spuren wiederfinden und herausfinden, wo ihr Leben und ihr Platz sind. Vergangene Erinnerungen bewahrt sie wie einen Schatz in ihrem „jardin secret“ [geheimen Garten]. Danach zieht es sie über den Ozean, in einem kleinen Boot voller Bilder und Düfte ihrer Reisen. Das ist eine schöne, sehr konkrete Art, von Fernweh und Erinnerungen zu erzählen.
Dabei wachsen ihre Wünsche fast bis zum Mond: „décrocher la lune“ [den Mond vom Himmel holen] ist im Französischen ein Bild für etwas scheinbar Unmögliches. Sogar die Erde möchte sie retten. Doch zwischen all diesen großen Träumen bleibt ihr wichtigster Wunsch ganz persönlich: „Mais avant tout, je voudrais parler à mon père“ [Aber vor allem möchte ich mit meinem Vater sprechen]. Sie sucht seine Stimme, seine Nähe und die Erinnerungen an Menschen, die ihr beigebracht haben, dass kein Traum verboten ist. Besonders schön ist der Wechsel von „avec toi“ [mit dir] zu „rêver avec toi“ [mit dir träumen]: Aus einer Reise nach innen wird der Wunsch, gemeinsam weiter nach dem Unerreichbaren zu suchen.