Perfumadito ist die verspielte Verkleinerungsform von perfumado und bedeutet wörtlich „ein bisschen parfümiert“ oder „hübsch parfümiert“. Die Endung -ito verleiht dem Wort einen niedlichen, humorvollen Klang.
Im Lied macht sich Camilo über seine Bemühungen lustig, für ein elegantes Date perfekt auszusehen: Er leiht sich ein Auto, macht sich die Haare und parfümiert sich extra. Dadurch wirkt das Wort besonders charmant und ist ein gutes Beispiel dafür, wie spanische Verkleinerungsformen Gefühle und Persönlichkeit ausdrücken können.
In „Ropa Cara“ erzählt der kolumbianische Künstler Camilo eine persönliche Geschichte mit viel Selbstironie. Er lernt ein Mädchen kennen, das höflich wirkt und viele Follower in sozialen Netzwerken hat. Zunächst läuft alles gut, bis sie seine Kleidung kritisiert: „Con esa ropita como de Garage Sale“ [Mit diesen Klamotten, die wie aus einem Secondhand-Laden aussehen]. Danach soll er teure Marken tragen, vor allem „Balenciaga, Gucci, Prada“ [Balenciaga, Gucci, Prada]. Der Refrain ist so direkt, dass er fast wie eine Einkaufsliste klingt. Gleichzeitig sagt Camilo klar: „Pero de eso no tengo nada“ [Aber davon habe ich überhaupt nichts].
Besonders lustig wird es, als er versucht, diese neue Rolle zu spielen. Zum ersten Mal geht er zu Louis Vuitton, sucht einen Blazer und einen Gürtel und passt die ganze Nacht auf, nichts kaputt zu machen, damit er die Sachen am nächsten Tag zurückgeben kann. Er leiht sich sogar ein Auto, trägt Parfüm und stylt seine Haare „como niño para la escuela, como pingüino Marinela“ [wie ein Schuljunge, wie ein Marinela-Pinguin]. Dann fragt er: „¿Qué me pasó?“ [Was ist mit mir passiert?] und merkt, dass er sich selbst dabei verliert. Die teure Kleidung ist also weniger ein Zeichen von Luxus als ein komischer Versuch, jemandem zu gefallen, obwohl er sagt: „Así no funciona, yo no soy esa persona“ [So funktioniert das nicht, ich bin nicht diese Person].